Zum Hintergrund

Georg von Ehingen, der Protagonist des "Jagdfalken", ist eine Figur, über die man bunte, abenteuerliche Geschichten erzählen kann - und das auf dem Boden der Tatsachen.

Mit Hohenentringen in Sichtweite von unserem Haus kam der Gedanke plötzlich wie von selbst: Über Georg von Ehingen, den einzigen Mann , der dort oben geboren wurde und in die Geschichte einging, lohnt es sich vielleicht, einen Roman zu schreiben.

Und die Frage, wie ein Ritter aus der schwäbischen Provinz dazukommt, 1456 in Nordafrika im Zweikampf eine wichtige Schlacht für die Portugiesen zu entscheiden, führte zu interessanten Recherchen zum Leben eines bislang nicht sehr bekannten Mannes.

Wie lebte ein Adliger im 15. Jahrhundert? Wie sah der Alltag aus? Wie kleidete man sich? Wie war die Kost? Wie reiste man? Und auch wie waren die Machtverhältnisse in der damaligen Welt?

An Georg von Ehingen, dem Protagonisten des "Jagdfalken", reizten mich folgende Züge:

  • Zum einen, dass er es als Spross einer Familie des niederen Adels zu solcher Bekanntheit gebracht hat,
  • zum anderen seine verschiedenen Seiten: der Haudegen, der eine Schlacht entscheidet, und der loyale Diener seines Herzogs, der die Geschicke Württembergs mitbestimmt,
  • des Weiteren der Mensch an der Zeitenwende vom Mittelalter zur Renaissance, der voll hochmittelalterlichem Idealismus von seinem Vater auf die Reise "nach der Ritterschaft" geschickt wird und, wie ich meine, erkennen muss, dass die Zeiten ritterlichen Kampfes längst vorbei sind und der schmutzige Krieg zwischen den Religionen nichts Ritterliches oder Heldenhaftes erlaubt.
  • Das gespaltene Weltbild dieser Zeit: Einerseits fahren portugiesische Karavellen die afrikanische Küste entlang weit nach Süden,