Zeitungschnipsel

"Motive für den Mord gibts einige in Weicholds neuem Krimi “Schönbuchrauschen”, aber erst kurz vor Ende fächert sich die ganze Geschichte ganz auf und zeigt vordergründig die hässlichen Fratzen von Gier und Rache.

Die Auflösung, wer und warum in “Schönbuchrauschen” so perfide wie dilettantisch mordet, überrascht am Ende also gleich zweimal, für Genugtuung ist trotzdem nicht gesorgt, denn Weichold weicht das Gut-Böse-Schema im Lauf der Geschichte immer weiter auf, bis am Ende trotz aller Planung nur noch verzweifelter Affekt übrig bleibt. Und vor dem sind wir ja bekanntlich alle nicht ganz sicher. Oder doch?" (Nicole Carina Fritz) nic4u.wordpress.com/2013/09/11/schonbuchrauschen

 

 "Schönbuchrauschen"... bietet den Lesern all das, was sie an regionalen Krimis schätzen:Die Handlung ist genau zu verorten, die Schauplätze sind wiederzuerkennen, das Personal spricht ein vertrautes Idiom.

Das Thema könnte nicht aktueller sein. Dietrich Weichold wollte verfolgen, was mit den digitalen Spuren passiert, die ein Mensch hinterlässt.

Seien es die Themen, seien es die Figuren: die Krimis ... profitieren sehr davon, dass er (Weichold) seine Geschichten zunächst einmal für sich selbst schreibt.

... spannend bleibt der Fall ... bis zum Ende, denn es fehlt scheinbar an einem überzeugenden Motiv.

Der flüssig geschriebene Krimi lässt sich schlotzen wie ein süffiges Viertele Wein.

(Anja Tröster, Stuttgarter Zeitung, 12.08.13)

 

(Der Autor) versteht es, eine schlüssige, komplexe Handlung aufzubauen - samt Verzweigungen in Waffenschmuggel und den Handel mit gebrauchten Autoteilen. Er hat Ahnung von der Ermittlungsarbeit bis hin zur Anwendung von Gesichtserkennungs-Software.

Weichold baut Lokalkolorit mit leichter Hand ein. Vom Toten im Goldersbachtal, dem schwäbischen Traum von der Eigentumswohnung bis zum Masseneinfall von Bergfinken in den Schönbuch. Das reale Naturschauspiel vom vorletzten Winter gibt den Hintergrund zum dramatischen Schluss.

(Mario Beisswenger, Schwäbisches Tagblatt, 22.08.13)