FALLWILD

"(D.W.) gelang auf jeden Fall wieder ein Werk, das wie der Betzenberg im Schönbuch aus der Flut von Regionalkrimis herausragt."

(Schwäb. Tagblatt, 28.08.15, Ernst Bauer, Einen Jagdfreund hat es saumäßig erwischt.)

 

Im Schönbuch ist man nicht mehr sicher. Hochsitzleitern werden angesägt und Drahtseile über die Wege gespannt, damit die Mountainbiker stürzen. Sind hier fanatische Tierschützer am Werk?

Nach Wildunfällen zwischen Tübingen, Herrenberg und Nagold wird das Fallwild gestohlen. Und der Wildbrethandel kennt offensichtlich keine Schonzeiten.

Das alles gibt KHK Kupfer Rätsel auf. Als dann ein Jagdpächter ermordet aufgefunden wird, bekommt das Ganze eine bedrohliche Dimension. Die Ermittler bewegen sich anfangs in Jägerkreisen, erkennen aber schon bald, dass der Mord nicht unmittelbar mit der Jagd zu tun hat. Kupfer sagt zu seinem Vorgesetzten:

"Wenn er Angler gewesen wäre, hätten ihn die Täter vielleicht ersäuft. Weil das dann nahe gelegen hätte. Oder wenn er Bergwanderer gewesen wäre, dann hätte jemand einen Steinschlag ausgelöst. Aber er war halt Jäger."

Das Mordmotiv ist nicht die Wildschweinjagd, sondern wilde Schweinereien im Geschäftsleben von Subunternehmern der Baubranche.

Leseprobe